Erfahrungen ermutigen.

Wenn es passiert ist: Die Verantwortung für das Geschehene trägt allein der Täter!

Sie sind nicht schuld!!!! Egal wie Sie sich verhalten haben, ob sie sich gewehrt haben oder nicht, wie sie gekleidet waren, Sie haben keine Schuld daran, dass Ihre Grenzen verletzt wurden. Sie dürfen sich Unterstützung holen. Bleiben Sie mit Ihren Erfahrungen nicht allein. Suchen Sie Unterstützung im nahen Umfeld oder professionelle Hilfe. Gerade in der akuten Situation kann es sehr wichtig sein darüber zu sprechen. Ihre Reaktion und Erleben sind angemessen. Viele erleben in der tatsächlichen Gewaltsituation massive Angst und Ohnmacht. Bei vielen stellt sich danach ein Gefühl ein wie gelähmt oder in Watte gepackt zu sein. Dies sind ganz angemessene Reaktionen des Organismus. Manche Frauen erleben langfristig große Angst, Konzentrationsstörungen und verschiedene Beeinträchtigungen. Manche erinnern sich auch Jahre später plötzlich an die Gewaltsituation und erleben dies so, als wenn es gerade passieren würde. Auch dies sind angemessene Reaktionen des Körpers und der Seele, sogenannte "Traumafolgen".

Der Umgang mit sexualisierter Gewalterfahrung ist sehr unterschiedlich. Manche möchte viel darüber sprechen, viele sind traurig und verzweifelt, andere möchten am liebsten zur Tagesordnung übergehen und ihren Alltag wie gehabt gestalten. Viele Erleben ihre Stimmung sehr schwankend. Alles ist in Ordnung. Es gibt keine richtige oder falsche Reaktion auf das Erleben massiver Gewalt.

 

Erfahrungswand

„Endlich wurde mir geglaubt!“

Hier wurde mir nach langen Jahren endlich geglaubt. Dadurch habe ich gelernt, mir auch selbst zu glauben und meiner Wahrnehmung zu trauen.

„Ich war total schlecht drauf“

Alle haben mich gestresst und gesagt, was ich tun soll. Die Beraterin hat mir keinen Druck gemacht.

„Als es passiert war, stand ich wie neben mir“

In der Beratungsstelle wurde mir geholfen ruhiger zu werden und die für mich richtigen Entscheidungen zu treffen.

„... dass ich einen Raum gefunden hatte, wo ich endlich sein durfte“

Für mich war es wichtig, dass ich einen Raum gefunden hatte, wo ich endlich sein durfte, mit allen meinen Qualen.

„Ich fühlte mich verstanden“

Hier gab es eine Therapeutin, die mir zuhörte oder mein Schweigen aushielt. Ich fühlte mich verstanden und in meiner Situation ernst- und angenommen.

„Ich wusste nicht wem ich mich anvertrauen konnte.“

Ich wusste nicht, wem ich mich anvertrauen konnte. In der Beratungstelle habe ich eine Person gefunden, die für mich da war.