Andrea FrewerDiplom-Heilpädagogin
Heilpraktikerin-Psychotherapie
Die Ohnmacht überwinden
Guten Tag! Mein Name ist Andrea Frewer, ich bin die hauptamtliche Mitarbeiterin in unserer Beratungsstelle. Ich bin Ansprechpartnerin für Frauen und Mädchen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, deren Angehörige und Fachkräfte. Sich Unterstützung zu holen ist ein wichtiger Schritt, erlebte Ohnmacht zu überwinden. Sie können telefonisch oder per Email mit mir in Kontakt treten und einen Termin vereinbaren. Die Beratung ist kostenfrei und vertraulich und auf Wunsch anonym. Wie eine persönliche Beratung konkret aussehen, kann erfahren Sie hier.

Was ist sexualisierte Gewalt?
Sexualisierte Gewalt ist eine Form von Gewalt, die sich hauptsächlich gegen Frauen und Mädchen richtet. Es handelt sich um eine Form geschlechtsspezifischer Diskriminierung, bei der es in erster Linie um Machtmissbrauch geht. Der Begriff "sexualisiert" bedeutet, dass sexuelle Handlungen dazu instrumentalisiert werden, Gewalt und Macht auszuüben.
Die Bedrohung durch sexualisierte Gewalt gehört immer noch zum Lebensalltag von Frauen und Mädchen. Die Formen der alltäglichen Gewalt sind vielfältig:
reißerische Berichterstattung in den Medien, frauenfeindliche Witze, sexistische Werbung, Pornographie, sexuelle Belästigung am Telefon, im Internet und am Arbeitsplatz, sexueller Missbrauch an Kindern, Vergewaltigung.
Sexueller Missbrauch und Vergewaltigung sind die extremsten Formen dieser alltäglichen Gewalt.
In Deutschland werden jährlich etwa 12.000 und 15.000 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und etwa 8 000 Vergewaltigungen angezeigt. Die Dunkelziffer ist beträchtlich höher!
Die Täter stammen meistens aus dem sozialen Umfeld der Mädchen und Frauen (Verwandte, Freunde, Väter, Brüder, Kollegen). Die meisten Übergriffe finden dort statt, wo Mädchen und Frauen sich eigentlich sicher fühlen sollten: in der Wohnung, am Arbeitsplatz.
Opfer sexualisierter Gewalt kann jede Frau werden - unabhängig von ihrem Alter, ihrem Aussehen und ihrem sozialen Status.

Folgen sexualisierter Gewalt
Jeder sexuelle Übergriff bedeutet für die Betroffenen eine Verletzung ihrer persönlichen Integrität, Sicherheit und Autonomie, lässt Lebensfreude und Leistungsfähigkeit verkümmern und schädigt meist langfristig ihr Selbstwertgefühl.
Die Folgen für die betroffenen Frauen und Kinder prägen das weitere Leben entscheidend.
Inwieweit die traumatischen Erlebnisse verarbeitet werden können, hängt in hohem Maße von der Unterstützung ab, die die Betroffenen von anderen erhalten.
Die Mitarbeiterinnen unserer Beratungsstelle wollen diesen Frauen und Mädchen und deren Vertrauenspersonen diese Unterstützung geben. Denn trotz der öffentlichen Diskussion um das Thema halten sich Schuldzuweisungen, Vorurteile und Falschinformationen hartnäckig.
Erfahrungswand
„Endlich wurde mir geglaubt!“
Hier wurde mir nach langen Jahren endlich geglaubt. Dadurch habe ich gelernt, mir auch selbst zu glauben und meiner Wahrnehmung zu trauen.
„Ich war total schlecht drauf“
Alle haben mich gestresst und gesagt, was ich tun soll. Die Beraterin hat mir keinen Druck gemacht.
Warum erst einen Termin vereinbaren?
Wir bieten Ihnen die Möglichkeit telefonisch zu den angegebenen Sprechzeiten oder über das Kontaktformular einen Termin für ein persönliches Erstgespräch zu vereinbaren. Hier können wir dann in Ruhe auf Ihre persönliche Situation eingehen und gemeinsam das für Sie geeignete Angebot entwickeln. Die Beratung ist kostenfrei und vertraulich und auf Wunsch anonym.

Wie unterstützen wir?
Unser Angebot umfasst die persönliche Beratung von Betroffenen, Angehörigen und Fachkräften in der Beratungsstelle. Wir vermitteln hilfreiche Adressen und unterstützen bei der Suche weiterer Hilfen. Entsprechend unserer Kapazitäten können wir betroffenen Mädchen und Frauen eine Beratungsreihe oder Traumatherapie anbieten. Darüber hinaus begleiten wir nach Vereinbarung zu RechtsanwältIn, Polizei, ÄrztIn. Es gibt die Möglichkeit an einer geleiteten Selbsthilfegruppe teilzunehmen.
Was passiert bei einem persönlichen Erstgespräch?
Unsere Beratungsstelle in Leverkusen Küppersteg ist klein aber sehr nett und verfügt über einen barrierefreien Zugang. Ein Beratungsgespräch dauert in der Regel 50 Minuten und findet mit Ihnen und einer Beraterin/Therapeutin statt. Sie können gerne eine Begleitperson zum Erstgespräch mitbringen. Sie entscheiden ob sie am gesamten Gespräch teilnimmt oder vielleicht in einem Nebenraum auf sie wartet.

Das Spektrum eines Beratungsgesprächs:
Zunächst werde ich Ihnen unser Angebot vorstellen, um dann gemeinsam mit Ihnen den Anlass für den Kontakt zu klären. Anlässe können zum Beispiel sein:
- Akute Krise aufgrund einer aktuellen Gewaltsituation
- Andauernde Beeinträchigung aufgrund zurückliegender Erfahrungen
- Notwendige Unterstützung/Informationsbedarf in einem aktuellen Gerichtsverfahren
- Unsicherheit im Umgang mit einer betroffenen Angehörigen
- Verdacht auf sexuellen Missbrauch beim eigenen Kind oder betreuten Person
Sie entscheiden was und wie viel Sie erzählen möchten. Es ist nicht notwendig Details des Erlebten zu berichten.

Interkulturelle Kompetenz
Interkulturelle Kompetenz und Sensibilität sind uns wichtige Anliegen. Leider ist und muttersprachliche Beratung nur in deutscher Sprache möglich. Im Bedarfsfall ziehen wir eine Dolmetscherin zu den Beratungen hinzu.

Überwindung ist möglich
Die Bewältigung einer Grenzverletzung braucht oft Zeit. Wir können Ihnen helfen, dass Erlebte zu verarbeiten und Entlastung zu erleben. Sollten Sie sich in einer akuten Bedrohungssituation befinden, können wir in einem persönlichen Beratungsgespräch, die für Sie passenden Schutzmaßnahmen erarbeiten. Diese sind z. B. das Gewaltschutzgesetz (die Polizei die Möglichkeit einen Angehörigen, der sie bedroht hat, der Wohnung zu verweisen), Frauenhäuser: http://www.frauen-info-netz.de/, aber auch ganz individuelle Lösungen.

Ergebnis: Wir entwickeln gemeinsam eine Lösung!
Entsprechend Ihrer individuellen Situation werden wir gemeinsam das für Sie geeignete Angebot entwickeln, z.B.:
- Akute Krisenbegleitung
- Konkrete Information, z.b. über Gerichtsverfahren
- Beratungsreihe zur Klärung konkreter Fragestellungen, z.B. „Will ich ein therapeutisches Angebot annehmen? Welches ist das richtige für mich?“
- Entwicklung von hilfreichen Strategien im Umgang mit betroffenen Angehörigen.
- Diagnostik
- Traumatherapie
- Selbsthilfegruppe
- Vermittlung externer Behandlungsangebote