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Plakataktion zu ASS in den Bussen der wupsi

12.12.2019

Plakataktion zu ASS in den Bussen der wupsi

Frauen, die Opfer einer Sexualstraftat wurden befinden sich in der Regel körperlich und psychisch in einem Ausnahmezustand.
Vielen fällt es in dieser Situation schwer, eine zeitnahe Entscheidung zu treffen, ob sie Anzeige erstatten wollen. Wichtig für die spätere Beweisführung ist aber, dass mögliche Tatspuren (z. B. Sperma, Verletzungen) direkt gesichert werden. Des Weiteren ist oft eine schnelle medizinische Versorgung notwendig.
Seit 2015 gibt es, gefördert durch Landesmittel in Leverkusen die Möglichkeit der anonymen Spurensicherung nach Sexualstraftat. Betroffene Frauen können sich an eines der beiden örtlichen Krankenhäuser wenden. Hier werden nach ärztlicher Untersuchung und einer Verletzungsdokumentation die Spuren gesichert und bis zu 10 Jahre anonymisiert beim Institut für Rechtsmedizin in Köln gelagert. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich in der Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt oder dem SPZ Unterstützung zu holen. Hier kann erste Krisenintervention erfolgen und die Frage der Anzeigenerstattung in Ruhe besprochen werden
Die bisherige Öffentlichkeitsarbeit war breitgefächert (Flyer, Plakate, Filmspot).

Aber weiterhin ist das Angebot nur unzureichend bekannt. Seit Projektbeginn haben in Leverkusen 20 Frauen, die anonyme Spurensicherung in Anspruch genommen, drei davon haben nachträglich angezeigt.

Es ist davon auszugehen, dass der Bedarf deutlich höher ist.  Nun informieren Plakate in den Bussen der wupsi die Öffentlichkeit über das Angebot. Oberbürgermeister Uwe Richrath hat die Schirmherrschaft für diese Aktion übernommen.